Der Internetriese Google entwickelt einen Index für die Inflation im Internet. Das Unternehmen nutze seine immensen Datenbanken mit Preisen verschiedenster Onlineshops, um die Preisentwicklung im Internet zu beobachten, sagte Google-Manager Hal Varian „Financial Times“ am Dienstag auf einem Kongress. Bislang habe der Konzern aber noch nicht entschieden, ob der Index auch veröffentlicht werden soll.
Der Google-Index zeige bislang „eine klare Tendenz zur Deflation“, also zu sinkenden Preisen, sagte Varian. Der Index spiegelt allerdings nur Waren wider, die im Internet verkauft werden – und hat damit keine so breite Basis wie der Warenkorb, der den offiziellen Inflationsberechnungen zugrunde gelegt wird.
In den USA gibt es derzeit – wie auch anderswo – die Befürchtung, dass die Anti-Krisen-Politik zu sinkenden Preisen führen könnte. Dies könnte die wirtschaftliche Erholung bremsen, denn Verbraucher neigen in dieser Situation dazu, mit Anschaffungen zu warten, da sie auf weiter fallende Preise spekulieren.